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experimental course

Das Netz des Lebens

Humboldt II: Zwischen Wasser- und Luftozean – die Kraft des Unsichtbaren

Date

11.04.-
30.06.19

Mit dem Begriff „Netz des Lebens“ beschreibt der Naturforscher Alexander von Humboldt
seine bedeutende Grunderkenntnis, dass alles mit allem verwoben ist. Laut Humboldt
umspannt dieses Netz die ganze Erde und kein Teil davon kann unabhängig von den
anderen Teilen überleben. Daher hat er sich auf seinen Forschungsreisen nicht nur mit
einem bestimmten Thema befasst, sondern sammelte Erkenntnisse auf vielen
verschiedenen Gebieten, setzte diese zueinander in Beziehung und bemühte sich um eine
Gesamtschau der Naturkenntnisse.

Im Humboldtjahr 2019 wollen wir diesen Grundgedanken, dass alles mit allem
zusammenhängt, aufgreifen und haben ein Experimentierkursangebot zusammengestellt,
dem wir den von Humboldt geprägten Namen „Netz des Lebens“ gegeben haben: Im Laufe
des Jahres können die Besucherinnen und Besucher des Extaviums spannende
Experimente aus den verschiedenen Disziplinen, mit denen sich Alexander von Humboldt
auseinandergesetzt hat, selbst durchführen.

Das Humboldtsche „Netz des Lebens“ spannt sich über vier Experimentierkurse, die jeweils
drei Monate lang in den Laboren des Extaviums angeboten werden. Die einzelnen
Experimentierkurse können ohne Vorwissen und unabhängig von den anderen Kursen
durchgeführt werden:

Januar-März
Humboldt I: Ursprung der Elektrizität – haarsträubende Experimente

April-Juni
Humboldt II: Zwischen Wasser- und Luftozean – die Kraft des Unsichtbaren

Juli-September
Humboldt III: Geographie der Pflanzen – poppiger Mais und energiereiche Kartoffel

Oktober-Dezember
Humboldt IV: Untrennbar verbunden – vom mag(net)ischen Gestein zum Elektromotor


Humboldt II: Zwischen Wasser- und Luftozean – die Kraft des Unsichtbaren

Nur weil man etwas nicht sieht, heißt das nicht, dass es nicht da ist. Luft und Wasser sind
überall. In und um uns herum. Wenn man ihr Wirken einmal verstanden hat, erklären sich
viele rästelhafte Naturphänomene des Alltags ganz von alleine.
Was wusste man zu Humboldts Zeiten?

Evangelista Torricelli (1608 – 1647), Blaise Pascal (1623 – 1662) und Otto von Guericke
erforschten in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts die enorme Kraft des Luftdrucks.
Humboldt entdeckte die Isobaren, die heute auf keiner Wetterkarte fehlen. Durch seine
genauen Naturbeobachtungen, vor allem von Luft, Wasser, Temperatur und
Bodenbeschaffenheiten erkannte Alexander von Humboldt schon vor mehr als 200 Jahren,
dass der Mensch mit seinem Eingreifen in die Natur das lokale und möglicherweise sogar
das globale Klima beeinflussen kann.

Diesen Fragen gehen wir nach:
Kann Luft drücken? Wie stark ist sie? Und kann man das auch spüren? Wie stark ist
dagegen das Wasser? Wann entstehen Wolken?

Contact

Extavium – Das wissenschaftliche Mitmachmuseum
0331 - 60 12 79 59