William Turner, Rain, Steam and Speed – The Great Western Railway, 1844, Öl auf Leinwand, National Gallery, London © Heritage Image Partnership Ltd / Alamy Stock Foto.
Vortrag

Akademievorlesung NaturGemälde

Die Farbe in der Landschaftsmalerei um 1800 - Reaktionen auf optische Kenntnisse

Datum

28.10.19
18:00-
20:00 Uhr
Anmeldung bis zum 22. Oktober 2019

Veranstaltungstext:  Für das 18. Jahrhundert lässt sich eine schrittweise Verfeinerung des Sehens feststellen. Drei Dinge scheinen dafür verantwortlich zu sein: Erstens das Newton’sche Experimentum crucis, vor allem im Nachvollzug durch Farbtheoretiker im 18. Jahrhundert, zweitens die Herstellung und der Vertrieb von Farben in höchst differenzierten tonalen Abstufungen einzelner Grundtöne und drittens die Herstellung und der Vertrieb optischer Geräte, die zunehmend von Künstlern genutzt wurden. Für die Landschaftsmalerei ist das insofern von besonderer Bedeutung, als sie auf das Phänomen der Erscheinung der Dinge in der Natur gestoßen wird, idealistische Verpflichtungen und klassische Themenbindung zurückdrängt und beginnt, der farbigen Landschaftsskizze autonomen Wert zuzuschreiben.

Der Vortrag von Werner Busch eröffnet die dreiteilige Akademievorlesung des Jahresthemas 2019|20 „Naturgemälde“ der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften, die einen weiten Bogen von der englischen Landschaftsmalerei um 1800 über koloniale Landschaftsmalerei um 1900 bis hin zur zeitgenössischen Fotografie spannt.

Vortragender: Prof. Dr. Werner Busch

 

Veranstalter

Kontakt

Dr. Friederike Krippner