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Experimentierkurs

Das Netz des Lebens

Humboldt I: Ursprung der Elektrizität – haarsträubende Experimente

Datum

10.01.-
04.07.19

Mit dem Begriff „Netz des Lebens“ beschreibt der Naturforscher Alexander von Humboldt
seine bedeutende Grunderkenntnis, dass alles mit allem verwoben ist. Laut Humboldt
umspannt dieses Netz die ganze Erde und kein Teil davon kann unabhängig von den
anderen Teilen überleben. Daher hat er sich auf seinen Forschungsreisen nicht nur mit
einem bestimmten Thema befasst, sondern sammelte Erkenntnisse auf vielen
verschiedenen Gebieten, setzte diese zueinander in Beziehung und bemühte sich um eine
Gesamtschau der Naturkenntnisse.

Im Humboldtjahr 2019 wollen wir diesen Grundgedanken, dass alles mit allem
zusammenhängt, aufgreifen und haben ein Experimentierkursangebot zusammengestellt,
dem wir den von Humboldt geprägten Namen „Netz des Lebens“ gegeben haben: Im Laufe
des Jahres können die Besucherinnen und Besucher des Extaviums spannende
Experimente aus den verschiedenen Disziplinen, mit denen sich Alexander von Humboldt
auseinandergesetzt hat, selbst durchführen.

Das Humboldtsche „Netz des Lebens“ spannt sich über vier Experimentierkurse, die jeweils
drei Monate lang in den Laboren des Extaviums angeboten werden. Die einzelnen
Experimentierkurse können ohne Vorwissen und unabhängig von den anderen Kursen
durchgeführt werden:

Januar-März
Humboldt I: Ursprung der Elektrizität – haarsträubende Experimente

April-Juni
Humboldt II: Zwischen Wasser- und Luftozean – die Kraft des Unsichtbaren

Juli-September
Humboldt III: Geographie der Pflanzen – poppiger Mais und energiereiche Kartoffel

Oktober-Dezember
Humboldt IV: Untrennbar verbunden – vom mag(net)ischen Gestein zum Elektromotor


Humboldt I: Ursprung der Elektrizität – haarsträubende Experimente

Elektrizität kennt jeder. Wenn man sich die Bausteine der Welt anschaut, könnte man fast
sagen, dass die elektrische Anziehung die Welt im Innersten zusammenhält. Tatsächlich ist
sie aus unserem Leben nicht mehr wegzudenken. Ihren Geheimnissen gehen wir mit
spannenden Experimenten auf die Spur … bis der Funke überspringt!
Was wusste man zu Humboldts Zeiten?

Schon vor über 2.500 Jahren entdeckte Thales von Milet die Elektrostatik – aber ohne zu
wissen, was das ist. Bekannt war, dass bestimmte Fische Elektroschocks zum Beutefang
einsetzen. William Gilbert (1544 – 1603), Otto von Guericke (1602 – 1686) und andere
hatten beobachtet, dass durch Reibung an bestimmten Materialien Blitze entstanden. Luigi
Galvani (1737 – 1798) stellte unwissentlich einen Stromkreis her, als er Froschschenkel mit
verschiedenen Metallen in Berührung brachte und dabei Muskelbewegungen beobachten
konnte. Alexander von Humboldt suchte nach dieser „Bioelektrizität“ an Zitteraalen und
untersuchte den Einfluss der Elektrizität auf den menschlichen Körper.

Diesen Fragen gehen wir nach:
Was ist Elektrizität? Haben wir sie erfunden oder entdeckt? Wie kann man sie erzeugen?
Kann man sie anfassen? Kann man sie sehen?

Kontakt

Extavium – Das wissenschaftliche Mitmachmuseum
0331 - 60 12 79 59