Briefmarke UdSSR, Zentralmuseum der Kommunikation „A. S. Popov“ St. Petersburg, Wikimedia Commons, V. Zavyalov (Notafly)
Festveranstaltung Vortrag Podiumsdiskussion

Die Macht der Wissenschaft in einer Zeit im Wandel

Brauchen wir einen Humboldt’schen Esprit, um die Welt richtig zu verstehen?

Datum

14.05.19
15:30-
19:00 Uhr
Eine Anmeldung bis zum 7. Mai 2019 ist erforderlich.

Adresse

Akademie der Künste
Pariser Platz 4
10117 Berlin
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Die Expedition Alexander von Humboldts im Russischen Kaiserreich führte ihn im Jahre 1829 von St. Petersburg ins Ural- und Altai-Gebirge, an die Grenze mit China, nach Zentralasien, ans Kaspische Meer und entlang der Wolga. Die wissenschaftlichen Erkenntnisse dieser Reise mündeten in das 1844 erschienene Buch Asie Centrale. Die geologischen Entdeckungen trugen zur umfassenden Identifizierung der Rohstoffvorkommen im Südural bei, die als Basis für die Industrialisierung dienten. Zar Nikolai I. lobte Humboldts Einsatz mit folgenden Worten: « Ihre Ankunft in Russland verursachte einen beispiellosen Aufstieg im ganzen Land; Sie wecken das Leben überall, wo immer Sie erscheinen. »

Die Eckpfeiler des Humboldt’schen Wirkens, wie etwa Wissensgier, Empirie oder die Erforschung der Wechselwirkungen, getragen von seinem Weltbürgertum, hinterließen weltweit zahlreiche Spuren in der Wissenschaft des 19. und 20. Jh. Humboldt wurde in die wichtigsten Gelehrtengesellschaften seiner Zeit berufen, unter anderem als Leopoldina-Mitglied und Ehrenmitglied der Russischen Akademie der Wissenschaften.

Ausgehend von Humboldts Russland-Expedition, möchte die Veranstaltung eine Brücke zwischen der damaligen und der heutigen Erforschung Eurasiens-Zentralasiens schlagen. In verschiedenen Vorträgen werden aktuelle forschungsbezogene Themen entlang der historischen Route der Russland-Expedition vorgestellt. Im Anschluss diskutieren Experten die Lage und die Perspektiven für die Wissenschaftssysteme Deutschlands, Russlands und Zentralasiens: Wie vermittelt Wissenschaft ihre Expertise in die Öffentlichkeit? Wie kann Hochschulbildung und Wissenschaft die Entwicklung eines Landes oder einer Region mitgestalten? Welche faktische und sanfte Macht besitzt die Wissenschaft?

Veranstalter

Kontakt

Lucian Brujan
0345 – 47 239 – 836