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Wissenschaft 13.11.18

Humboldt-Pinguin

Spheniscus humboldti

Das Humboldt-Jahr hat ein eigenes Logo – und in diesem ist der Humboldtpinguin (Spheniscus humboldti) zu sehen. Er gehört zur Gattung der Brillenpinguine und ist eine kleinere Pinguinart, die auf Grund des kalten Humboldtstromes an der chilenischen und peruanischen Pazifikküste vorkommt. Dieser Humboldtpinguin aus der Sammlung des Museums für Naturkunde Berlin (siehe Foto, Typusexemplar) wurde 1834 von Franz Julius Ferdinand Meyen beschrieben. Dieser hatte ihn im Mai 1831 in der Bucht von Callao gesammelt und dann mit seiner weiteren ornithologischen Ausbeute an das Zoologische Museum Berlin gegeben. Da bereits Alexander von Humboldt diese Pinguine im Hafen von Callao beobachtete, benannte Ferdinand Meyen die neue Art zu Ehren seines Lehrmeisters und Förderers Alexander von Humboldt. Die Bestandsschätzungen für die Art liegen zwischen 40.000 und 50.000 Tieren. War es früher der Guano-Abbau, der den Bestand bedrohte, so sind es heute Überfischung, Tourismus, industrielle Umweltverschmutzung und eingeschleppte Tierarten.

Copyright: Hwa Ja Götz, Museum für Naturkunde Berlin