Nur ein kleiner Teil der Korallenfracht wurde auch ausgestellt. © Humboldt-Universität zu Berlin/Matthias Heyde
Wissenschaft 27.06.19

Phänomene zusammendenken

Kubanische Korallen in Berlin

Vor über 50 Jahren brachen Wissenschaftler und Präparatoren des Instituts für Spezielle Zoologie und des Zoologischen Museums der Humboldt-Universität zu Berlin vor der Küste Kubas Korallen aus einem Riff und verschifften sie nach Berlin. Ein zehn Meter breiter Riffabschnitt sollte orignialgetreu für das Berlin Publikum in die Hauptstadt der DDR aufbereitet werden. Doch es kam anders. Ein Großteil der Fracht blieb verpackt in den Transportkisten.

Einige der nie ausgestellten Objekte finden jetzt den Weg in die Auftaktausstellung der Humboldt-Universität zu Berlin im Humboldt Forum. Sie erzählen eine wenig bekannte Geschichte von Wissenschaft und Politik, vom Sammeln und Zerstören, von Bildern und Abbildern. Der Humboldt’sche Gedanke, menschliche und natürliche Phänomene zusammenzudenken und diese Zusammenhänge und Wechselwirkungen durch das Zusammentragen von Objekten aus aller Welt darzustellen, lässt sich an ihnen beispielhalft verdeutlichen. Was es mit den Korallen aus Kuba und dem konstruierten Riff auf sich hat erfahren Sie hier.